Jörn Wendland/ April 7, 2016/ Kunst, Schulworkshop

 

Aus der Vergangenheit lernen – mit den Zeichnungen eines KZ-Überlebenden. Das war auch das Motto des Graf-Friedrich-Gymnasiums in Diepholz, das ich am  23. Februar 2016 mit meinem Alfred-Kantor-Workshop besucht habe. Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Antisemitismus“ war der Workshop als Abschluss für die Religionskurse 10 und 11 der Lehrerin Maike Scharf gedacht. Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Einstieg in die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust ungewöhnlich, doch auch sehr beeindruckend. Einigen gefiel vor allem die Mehrdeutigkeit der Zeichnungen, was ein Vorteil gegenüber Filmen, Fotos oder Büchern über diese Zeit sei. Eine Schülerin sagte dazu:  „Man kann sie auf verschiedene Art und Weise interpretieren. Das gefällt mir manchmal besser als die Eindeutigkeit bei den anderen Medien.“


Zum Schluss habe ich den Jugendlichen noch aktuelle Zeichnungen von syrischen und afganischen Flüchtlingskindern gezeigt, um zu verdeutlichen, dass auch heute noch Menschen ihre traumatischen Erlebnisse künstlerisch verarbeiten. Ein in meinen Augen guter Auftakt des ersten Alfred-Kantor-Workshops in Niedersachsen, der diesmal vom Landespräventationsrat in Hannover unterstützt wurde.

Mehr über den Tag in Diepholz gibt es hier.

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