Jörn Wendland/ Mai 23, 2016/ Geschichte, Kunst, Schulworkshop

Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Hürth haben ihre eigene Ausstellung zur „Kindheit und Jugend in der Diktatur“ eröffnet. Vom 18. Mai bis 10. Juni 2016 zeigen sie Plakate, Kunstwerke und Gedichte zu 16 Biografien von Kindern und Jugendlichen, die im „Dritten Reich“ (1933-1945), in der DDR (1949-1990) und in den Militärdiktaturen Argentinien (1976-1983) und Chile (1973-1990) lebten.

Die Exponate zur Ausstellung sind während eines fünftägigen Seminars in der Gedenkstätte Buchenwald entstanden (siehe Beitrag Kindheit und Jugend in der Diktatur). Die Leitung dieser Veranstaltung hatten Markus Thulin und Jörn Wendland in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Buchenwald und der Konrad-Adenauer-Stiftung.


Zeichnung über Comickünstler Markus Witzel (Mawil)

Zeichnung von Emily über die DDR-Biografie von Mawil (Foto: Jörn Wendland)

Eine der Biografien stammt von Markus Witzel, genannt Mawil, der seine Kindheit in der DDR verbrachte. Die Schülerin Emily schreibt über ihre Zeichnung:

„Markus Witzel (Mawil) wächst in der DDR auf. Er war 13 als die Mauer fiel. Einen Tag nach dem Mauerfall ging er mit seinen Eltern in ein Geschäft in West-Berlin. Eigentlich ist das nichts Besonderes, doch für ihn war alles total spannend und bunt. “

2014 erschien Mawils preisgekrönter Comic „Kinderland“, der sich mit dem Leben von Kindern und Jugendlichen 1989 in Ost-Berlin auseinandersetzt.


Zeichnung Stefanie über Charlotte Nasse

Zeichnung „Umgekehrte Ansichten“ von Stefanie über Charlotte Nasse (Foto: Jörn Wendland)

Eine andere Ausstellungstafel befasst sich mit der Biografie von Charlotte Nasse. Charlotte begeistert sich als Kind sehr für den Bund Deutscher Mädel (BDM), der zentralen NS-Jugendorganisation für Mädchen. Durch die zahlreichen Bombenangriffe auf ihre Heimatstadt Köln ging sie zunehmend auf Distanz zum Regime und seiner Kriegspropaganda. Ihre „umgekehrten Ansichten“ spiegeln sich im Doppelporträt der Schülerin Stefanie wider.


Wer möchte, kann die Ausstellung gerne nach Voranmeldung bei der Lehrerin Frau Czilwik (Tel. 02233 – 80550) oder mir (info@joernwendland.de) besichtigen.

Hier sind noch einige Bilder vom Aufbau der Ausstellung zu sehen:

 

Share this Post