Lesung im FORUM Volkshochschule am 10. Oktober 2017

„Bilder gegen das Grauen – Kunst im KZ“

Sie zeichneten im Verborgenen, nutzten Regenwasser, Kohle, Mehlsäcke oder auch Krankmeldungen der SS als Material, die sie heimlich aus dem Müll fischten. Wer erwischt wurde, dem drohten nicht selten Folter, Lagergefängnis oder die Versetzung in eine Strafkompanie, was den Tod bedeuten konnte. Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es einigen wenigen Häftlingen ihr Leben im KZ künstlerisch festzuhalten. Aber warum zeichneten die Menschen überhaupt? Welche Motive brachten sie zu Papier? Und was geschah mit ihren Zeichnungen nach der Befreiung?

In meiner Doktorarbeit habe ich die Kunst der Häftlinge und Überlebenden aus den NS-Zwangslagern untersucht und die Ergebnisse kürzlich in einem Buch veröffentlicht. Meine Recherchen führten mich unter anderem nach Polen, Tschechien, Österreich und Israel, wo ich überlebende Künstler wie Thomas Geve und Helga Weissová zu ihren Werken befragte und den Umständen, unter denen sie entstanden sind.

Ich freue mich nun sehr, dass ich im FORUM der VHS Köln nun die Gelegenheit habe, über diese Begegnungen und die Bilder aus den Lagern zu sprechen. Wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen am 10. Oktober 2017 um 19 Uhr in das FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Es kooperieren die VHS Köln, Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V. und das Cölner Comic Haus.

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