Jörn Wendland/ Februar 1, 2019/ Geschichte, Kunst, Vortrag

Unter der Überschrift „Für heute – Kunst aus dem Grauen“ hat der Marler Bürgermeister Werner Arndt am 27. Januar, 16 Uhr zur Gedenkfeier am „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ins Rathaus eingeladen. Als Gastreferent der Gedenkfeier durfte ich über die künstlerischen Werke sprechen, die inhaftierte Männer, Frauen und Kinder in den Konzentrationslagern angefertigt haben.

Gedenktfeier Opfer Nationalsozialismus Rathaus Marl 27.01.2019 2

Als Gastreferent der Gedenkfeier durfte ich über die künstlerischen Werke sprechen, die inhaftierte Männer, Frauen und Kinder in den Konzentrationslagern angefertigt haben. Themen waren die Entstehungsbedingungen, Ausdrucksformen und die autobiografische Dimension dieser Malereien und Zeichnungen, die in absoluten existentiellen Ausnahmesituationen entstanden sind. Das Hans-Böckler-Berufskolleg zeigt einige grafisch aufbereitete Bilder von Alfred Kantor, der zwischen 1940 und 1945 die Deportation nach Theresienstadt, Auschwitz und in das KZ-Außenlager Schwarzheide überlebte.

Der GiL-Leistungskurs „Geschichte“ unter der Leitung von Julia Averhoff sprach über die Arbeit im Unterricht zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, die Stolperstein-Patenschaft der Schule und die Bedeutung des Erinnerns für heute.

Als Ehrengast war Halina Birenbaum, Überlebende des Holocaust, aus Marls israelischer Partnerstadt Herzliya anwesend.

Halina Birenbaum liest aus einem ihrer Gedichte.

Es war eine feierliche Gedenkstunde, wunderbar organisiert von der Marler Integrationsbeauftragten Jennifer Radscheid und einer ungemein charmanten Halina Birenbaum, die auch nach der Veranstaltung in kleiner Runde lebhaft aus ihrem bewegten Leben erzählte.

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